Wenn Stress krank macht
Stress gehört zum Leben dazu – der englische Ausdruck für „Druck“ oder „Anspannung“ beschreibt den Zustand, den jeder von uns mit Sicherheit kennt. Bei Stress wird der Mensch durch äußere oder innere Reize und Belastungen beansprucht, was sich auf die Nerven und Psyche auswirkt und letztendlich sowohl als positiv als auch als negativ empfunden werden kann. Positiver Stress kann sogar richtig nützlich sein: Er erhöht unsere Aufmerksamkeit und fördert die maximale Leistungsfähigkeit des Körpers, ohne ihm dabei zu schaden.
Stress wird erst belastend, wenn er häufig und dauerhaft auftritt und wir ihn weder körperlich noch psychisch ausgleichen können. Wenn wir dieser Art von Stress zu viel ausgesetzt sind, leidet die Gesundheit: Stress wirkt sich auf die Nerven und Psyche genauso aus wie auf die Befindlichkeit des Körpers und kann zu leichten sowie schweren Krankheiten führen, wie zum Beispiel Depressionen, Angst und Panikattacken.
Unsere individuelle Stressdiagnostik- und Therapie
Bevor wir die Therapie beginnen können führen wir zunächst einen Stresstest (Stress-Score-Erhebung, GB Test, HRV, RSA und Pulsdiagnostik) durch. Unsere Stresstherapie behandelt die gesundheitlichen Folgen übermäßiger Belastungen des Körpers, der Nerven und Psyche gleichermaßen. Sie bezieht sich stets auf die Person als Ganzes und berücksichtigt moderne Laborwerte und Tests sowie die Lebensgeschichte und auch die Persönlichkeit. Diese Vielschichtigkeit erlaubt es uns, konkrete Aussagen zum krankheitsauslösenden Stress- oder Belastungspegel zu machen.
Wir sind alle verschieden: Unsere Belastungsfähigkeit ist abhängig von persönlich Gegebenheiten und anderen Faktoren: Unserem Charakter, gesundheitlichen Stärken, Schwächen und Lebenssituation einerseits, andererseits aber auch von unserer Ernährung und unserer Lebensweise. Abgesehen von diesbezüglichen Empfehlungen bieten wir ein ganzheitliches Repertoire zur Stressbewältigung (Stressmanagement) an. Wichtige Bestandteile unserer Stresstherapie sind die Körpertherapie und die Gesprächstherapie. Wir bieten ebenfalls Biofeedback, Akupunktur und Yoga Integrativ neben weiteren Entspannungs– und komplementären Verfahren. Besonders die komplementären Verfahren ergänzen unser grundlegendes Angebot bei chronischen und schwer-behandelbaren stressbedingten Störungen. Diese Behandlung kann als Kur oder als begleitende Maßnahme erfolgen.
Begleitend dazu nehmen Sie an Kursen und Seminaren teil, um die Nachhaltigkeit der Behandlung zu gewährleisten und darüber hinaus Grundwissen zur Vorbeugung erlangen. Zur Auswahl stehen zum Beispiel “Optimale Gesundheit – Gesund Leben” “-Meditation & Kontemplation” “Yoga Integrativ” und “SES Core“.
Krankheiten im Zusammenhang mit Stress
Eine übermäßige Stressbelastung ist der (Mit-)Auslöser verschiedenster Krankheiten. Hierzu gehören:
Herz-Kreislauf
- Bluthochdruck
- Herzinfarkt
- Pulsrasen
- Herzrythmusstörung
Drüsen
- Schilddrüsenerkrankungen
- Hormonstörungen
- Störung der Nebenniere
- Störung der Menstruation
- Störung des Monatszyklus
- prämenstruelles Syndrom
- weitere Störungen im Bereich der Geschlechtshormone
Nervensystem
- Erschöpfungszustände
- Schlafstörungen
- innere Unruhe
- Angst & Angststörung
- Depression
- Panikattacken
- Burnout
Immunsystem
Schmerzen
- Spannungskopfschmerz
- Migräne & chronische Kopfschmerzen
- Rückenschmerzen
- Fibromyalgie
Magen-Darm
- Störungen der Verdauung
- Reizdarm
- Leaky Gut Syndrom
- Magenschmerzen, Übelkeit
- Candida (Pilzerkrankung)
Stoffwechsel
- Vitaminmangel
- Übergewicht (Adipositas)
- Untergewicht
- Essstörungen
Haut & Schleimhaut, Haare
- Hauterkrankungen
- Allergie, Unverträglichkeit und Neurodermitis
- Haarausfall
Lunge
- Asthma
Stress verschlimmert Krankheiten – ein Kreislauf
Ist bereits eine Krankheit aufgetreten – stressbedingt oder nicht –, kann dies wiederum zu „neuem“ Stress führen. Die Beeinträchtigung, zahlreiche Arztbesuche und der Versuch, trotz Krankheit den Alltag zu bewältigen, resultieren in einer Krisensituation, auf die unser Körper automatisch mit Stresssymptomen reagiert. Dadurch zögert sich der Heilungsprozess hinaus.
Chronische und schwerwiegende Krankheiten sind also Stressfaktoren und Stress selbst ist ebenfalls Krankheitsfaktor – ein Teufelskreis, den es zu durchbrechen gilt.
Da jeder Mensch stressempfindlich und damit potentiell empfänglich für stressbedingte Erkrankungen ist, betrifft diese Thematik uns alle. Allerdings ist die individuelle Widerstandsfähigkeit eines jeden Menschen, auch Resilienz genannt, gegen Stress sehr unterschiedlich und hängt vom Mind-Body-Typus (Persönlichkeit) ab. Es lässt sich feststellen, dass es weniger stressempfindliche Persönlichkeiten gibt und solche, die sich verstärkt von Stress beeinflussen lassen.
Stressvorsorge: Anspannung und Entspannung im Gleichgewicht
Wir sollten präventiv auf unsere Gesundheit und den Stress-Ausgleich bzw. die Balance von Anspannung und Entspannung achten. Im Fall von bereits eingetretenen Erkrankungen sollten wir überlegen, ob Stress nicht der Auslöser sein könnte.
Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier:
Stressbewältigung zur Förderung der Gesundheit
Grauzone – Nicht wirklich krank, aber auch nicht gesund
Depression – Die unerkannte Krankheit
Einführung in die Yoga Therapie bei Depression
Vitamin B12 – Ein unterschätztes Risiko